Ich bin eine „In Between“ ODER die Frage, ob es da so zwischendrin irgendwie wehtut?!

16. März 2014 | Von | Kategorie: Molli-Figur (Mollige Figur), Mollig im Alltag
Ich bin eine “In Between” ODER die Frage, ob es da so zwischendrin irgendwie wehtut?! (Copyright: vanda - Fotolia.com)

Ich bin eine “In Between” ODER die Frage, ob es da so zwischendrin irgendwie wehtut?! (Copyright: vanda – Fotolia.com)

Bis vor ein paar Wochen war ich mit meinem Molli-Dasein begrifflich total d´accord. Und dann der Schock: Ich bin eine „In Between“. Ich wusste gar nicht, wie ich darauf reagieren sollte. Oh Gott, oh Gott, tut das weh? Ist das etwas Schlimmes? Und vor allem: Bin ich in ernsthaften Schwierigkeiten, da ich zwischen etwas geraten bin, von dem ich gar nichts weiß?

Ein kurzer Blick auf die Suchmaschinen und mein Puls verlangsamte sich spürbar. „In-Between-Girls“ sind Mädels, die zwischen Plus Size und regulären Größen, ich nenne es mal, „hängen“. Die kleinsten Größen in Plus Size Shops sitzen nicht richtig, weil sie zu unförmig und oftmals auch zu groß sind, große Größen in ‚Normalgeschäften‘ sind meistens zu eng. Der Begriff umschreibt aber auch Mädels, die durch ihre Körperform eine Größe zwischendrin weglassen (oben 42, unten 46). Sie sind also auch im „In-Between“-Club.

Manchmal frage ich mich, und das leider mit einer leicht traurigen Verstimmung, wie viele Begrifflichkeiten für die Rundungen von Frauen eigentlich noch künstlich kreiert werden sollen? Reichen denn nicht schon all die vorhandenen Beschreibungen aus, uns Molli-Mädels, und wahrscheinlich nicht nur die, zu verunsichern?

Versklavt in normierten Konfektionsgrößen, BMI-Kennzahlen und anderen Maßeinheiten, scheinbar nur für den weiblichen Körper erfunden, ist es besonders für Molli-Mädchen verdammt schwer, mit sich und dem eigenen Körper ins Reine zu kommen, wenn man ständig von der Außenwelt den Beobachtungsdruck spürt und obendrein noch in Begrifflichkeiten kategorisiert wird.

Warum gibt es diese begrifflichen Einteilungen, Kategorien oder wie man sie auch bezeichnen mag, eigentlich nicht auch für Männer? Hmmm… Solche Fantasien über Einteilungen des männliche Körpers könnten leicht in weniger jugendfreie Fantasien ausufern … hmmm… gar nicht so schlecht *vorstell *lächel

Aber Gedanken zurück und wieder zu uns Mädels. Das, was da mit uns passiert, macht vor allem eines mit uns: Es setzt uns unter Stress. Es ist einfach stressig, sich dauernd mit neuen Begriffen über unseren Körper konfrontiert zu sehen. Und es setzt uns auch im Alltag zu. Das geht so weit, dass ich, wenn ich mit einem Mann ausgehe, mich kaum auf das, was er sagt, konzentrieren kann, weil mein Molli-Gedankenkarussell Achterbahn fährt. Fragen wie „ist die Speckrolle unter meinem Busen durch mein Bodyforming-Unterkleid auch gut genug kaschiert, schaue ich zu vollmundig beim Essen aus oder sehen meine Beine in den transparenten Nylons irgendwie eierförmig aus und und und …“ begleiten mich wie von selbst. Gemein ist das!

Ein Dauerstress. Und da hilft es nun wirklich nicht, auch noch in unzählige Begrifflichkeiten eingeteilt zu werden.

Kennt ihr das auch? Welche Begrifflichkeiten nerven euch am meisten und warum?

Freue mich auf euer Feedback

eure Molli

 

 

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